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„Verein(t) in Lauenburg“ – gemeinsam die Stadt gestalten

Demokratiekonferenz mit Diskussionen und World-Café

Demokratie lebt auch durch neue Ideen und dem Meinungs- und Gedankentausch, aus dem ein Miteinander entstehen sollte, das auf festen Beinen steht. Die jüngste Demokratiekonferenz in Lauenburg fokussierte sich auf diese wichtige Kommunikation zwischen Ehrenamt und Vereinen mit Verwaltung und Politik und lud im Anschluss ein, neue Impulse für die Mitgestaltung der Stadt zu entwickeln.

 

Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) Stadt Lauenburg – Amt Lütau – Amt Büchen lädt mittlerweile mehrmals jährlich im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zu Demokratiekonferenzen ein. Ziel ist es dabei, eine niedrigschwellige Plattform zu bieten, über die Bürgerinnen und Bürger zu bestimmten Themen ins Gespräch kommen und sich austauschen können.
 
Bei der vorangegangenen ersten Veranstaltung im März zum Motto „Verein(t) in Lauenburg“ hatte sich die Nutzung von städtischen Räumlichkeiten als eines der wichtigsten Themen herausgestellt. So kann Sara Opitz, lokale Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ und Kreisjugendring, aber auch berichten, dass man sich damals auf einen Presse-Workshop für Vereine verständigt habe, der dann bereits im Mai stattgefunden hat. „Wir möchten daran anknüpfen und den Austausch und die Vernetzung in der Region weiter fördern“, so Sara Opitz in ihrer Begrüßung. „Vereinsräumlichkeiten, die Nutzung von Hallen und die dafür anfallenden Gebühren sind im Gespräch mit Bürgermeister Andreas Thiede unsere heutigen Diskussionsthemen“, leitete Friederike Betge, Stadtjugendpflegerin und Gleichstellungsbeauftragte, anschließend den geplanten Austausch ein.
 
Foto: Thomas Biller
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Wir können nur geben, was wir haben
 
Der parteilose Bürgermeister stellte sich den zahlreichen Fragen, hörte sich die kritischen Anregungen und Wünsche geduldig an und stand ausführlicher als ursprünglich zeitlich geplant den Anwesenden zur Verfügung. Zusammengefasst versicherte Thiede wiederholt den 40 Teilnehmenden aus 29 Vereinen, Organisationen und Initiativen, dass sich die Stadt im direkten Kontakt bemüht, Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Thiede: „Wir können nur geben, was wir haben. Aber wenn jemand in der Not ist, haben wir noch immer eine Lösung gefunden, zum Beispiel Einmalgenehmigungen.“ Allein an dieser zum Teil sehr leidenschaftlich geführten Diskussion zeigte sich, dass Kommunikation und Transparenz für ein lebendiges demokratisches Miteinander, wie es von den Veranstalterinnen gefördert und erwünscht ist, unerlässlich sind. „Ich finde es wichtig, dass wir offen miteinander sprechen. Gemeinsam viel zu erreichen mit den Möglichkeiten, die wir haben, und immer schauen, was machbar ist: Es geht nicht nur um ein Haus, um Parkplätze, um Beleuchtung. – Alles gehört zusammen“, so der Bürgermeister, der appellierte, diese Diskussionen fortzusetzen.
 
Fotos: Thomas Biller
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„Ich habe ein Thema“
 
Nachdem sich die Teilnehmenden erfrischen und stärken konnten, leitete Friederike Betge den zweiten Teil des insgesamt gut dreistündigen Abends ein: „Wir gestalten unsere Stadt“. Unter dem Leitmotiv „Ich habe ein Thema“ moderierten Friederike Betge gemeinsam mit Sara Opitz und Claudia Vogt-Gohdes, Ganztagskoordinatorin der Albinus-Gemeinschaftsschule, drei Gruppen, um dort Themen zu sammeln, die man gemeinsam weiter entwickeln sollte.

Vereine und Ehrenamt wichtiges Element
 
„Dass Sie hier sind, zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Vereine und Ehrenamt sind ein wichtiges Element unserer demokratischen Gesellschaft. Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit sind Wege, um Kompetenzen zu entwickeln und Gemeinschaft zu erleben“, sagte Sara Opitz. Unter den verschiedenen Titeln „Öffentlichkeitsarbeit/ Bgegnung“, „Kooperation“, „Mitglieder und Mitgliedernacwuchs“, „Inklusion“, „Öffentliche Räume“, „Transparenz“ und „Fortbildung / Schulung“ wurden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen anschließend zusammengetragen.
 
Dankbar wurde vom Plenum das Angebot angenommen, Einzelveranstaltungen zentral im Internet bekannt machen zu können. Dorothée Meyer, Leiterin Touristik und Kultur der Stadt Lauenburg, die ebenfalls an der Konferenz teilnahm: „Alle Veranstaltungen, zum Beispiel auch Gitarrenkurse, können auf der Lauenburger Webseite ab jetzt veröffentlicht und zentral angezeigt werden!“
 
Zum Abschluss bot Sara Opitz allen Teilnehmenden an, sich in eine Liste einzutragen, um künftig einen besseren Überblick über die Raumsituation ehrenamtlich Aktiver zu gewinnen. Sara Opitz: „Sie können uns auch gerne direkt ansprechen, wenn wir irgendwo mitwirken oder unterstützen können.“
 
In einer nächstjährigen Konferenz sollen der Austausch zwischen Ehrenamt und Vereine über betreffende Themen wieder aufgenommen werden.