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Was sind lokale „Partnerschaften für Demokratie“?

„Partnerschaften für Demokratie“ sind nachhaltige Bündnisse, die lokal für Demokratie, Beteiligung und eine Kultur der Vielfalt und des Miteinanders insbesondere unter jungen Menschen - aber nicht ausschließlich - beitragen. Sie begegnen auf diese Weise Rechtextremismus, Gewalt und anderen unterschiedlichen Ausprägungen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Dies bedeutet, dass Kommunen mit lokalen Akteuren_innen aus der Zivilgesellschaft – von Vereinen, Verbänden und Initiativen über Kirchen und Glaubensgemeinschaften bis hin zu engagierten Bürgerinnen und Bürgern – eng zusammenarbeiten.
"Partnerschaften für Demokratie" entwickeln Aktivitäten und stoßen demokratische Entwicklungsprozesse an, indem sie Probleme und Bedürfnisse in der Auseinandersetzung mit Demokratie-, Rechtsstaats- und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Gemeinwesen erkennen. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure_innen wird eine lebendige und vielfältige Demokratie vor Ort mit einer Kultur der Kooperation, des respektvollen Miteinanders, der gegenseitigen Anerkennung und Unterstützung weiterentwickelt. So sollen diese demokratischen Bündnisse verhindern, dass sich gefährliches Gedankengut ausbreitet.


Die Leitlinie für den Programmbereich "Partnerschaften für Demokratie" kann hier abgerufen werden.

 

Wie arbeitet eine „Partnerschaft für Demokratie“?

Zahlen und Fakten

 

Zahlen und Fakten

Zum Start des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wurden zunächst 179 Kommunen zur Entwicklung einer "Partnerschaft für Demokratie" ausgewählt.
Der Kreis Herzogtum Lauenburg und die Stadt Lauenburg mit den Ämtern Lütau und Büchen nahmen bereits an den Lokalen Aktionsplänen, den Vorgängerprogrammen „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“, teil. Mit der Bewilligung der eingereichten PfD durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird der Kreis Herzogtum Lauenburg sowie die Stadt Lauenburg in den kommenden fünf Jahren Projekte unterstützen, die demokratisches Handeln, Vielfalt und eine Kultur des Miteinanders vor Ort fördern.
Jede "Partnerschaft für Demokratie" kann – bis Ende 2019 – pro Jahr 40.000 € für einen Aktions- und Initiativfond, 5.000€ für einen Jugendfond, 10.000€ für Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Coaching und 45.000€ für die lokale Koordinierungs- und Fachstelle an Bundesmitteln erhalten.
 

Was sind lokale "Partnerschaften für Demokratie"?

Wie arbeitet eine „Partnerschaft für Demokratie“?

Wie arbeitet eine „Partnerschaft für Demokratie“?

Den geförderten Kommunen stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jährlich – mit einer Perspektive von 5 Jahren beginnend ab 2015 – Gelder für einen Aktions- und Initiativfond und einen Jugendfond zur Verfügung, aus denen konkrete Einzelmaßnahmen (Projekte) finanziert werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein Demokratiefest, eine Plakataktion oder aber auch um Lehr- und Informationsmaterialien handeln.

Über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheidet ein Begleitausschuss, der neben Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Verwaltung mehrheitlich von verschiedenen lokalen Institutionen, Organisationen und Initiativen aus der Zivilgesellschaft besetzt wird. Das Gremium begleitet die Zusammenarbeit der Bündnisse vor Ort, entwickelt eine Strategie für die Umsetzung des Bundesprogramms und berät und entscheidet über die eingehenden Projektanträge.

Einmal pro Jahr findet eine lokale Demokratiekonferenz statt, zu der alle relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure_innen, entsprechende Einrichtungen und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung eingeladen werden, um in einem Beteiligungsprozess den Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit in der "Partnerschaft für Demokratie" zu reflektieren und zu bestimmen.

Die lokale Koordinierungs- und Fachstelle begleitet und unterstützt die Umsetzung vor Ort in administrativen und inhaltlichen Fragen. Seit 2015 ist der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg mit dieser Aufgabe betraut, ist Ansprechpartner und trägt zur Bekanntmachung der vor Ort geleisteten Maßnahmen bei.

 

Was sind lokale "Partnerschaften für Demokratie"?

Zahlen und Fakten