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Projekte 2017

2017 wurden elf Projekte und vier Mini-Projekte durchgeführt.


 

Workshop mit Planspiel „Wenn du mich fragst…“

 

Projektträger: Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: Dezember 2017

 

Vom 8. bis 9.12.2017 hießen der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg und Kreispräsident Meinhard Füllner 55 Teilnehmende im Alter zwischen 13 und 24 Jahren zum Workshop mit Planspiel „Wenn du mich fragst...“ in der Jugendherberge Ratzeburg willkommen. Die Teilnehmenden kamen aus dem ganzen Kreisgebiet. Mehr als Zweidrittel der Teilnehmenden ist bereits auf verschiedene Weise ehrenamtlich politisch aktiv und engagiert sich beispielsweise in Kinder- und Jugendbeiräten, Jugendorganisationen der Parteien, Schüler_innenvertretungen oder in Jugendverbänden. Ca. ein Drittel nahm aus Interesse teil ohne vorher weitergehende Erfahrungen in der „Gremienarbeit“ gesammelt zu haben.


Angeleitet von planpolitik-Referent_innen starteten die Teilnehmenden am Freitag in zwei Gruppen (Gruppe A: 13 bis 15 Jahre; Gruppe B: ab 15 Jahre) in ein Planspiel, welches sie anhand eines kommunalpolitischen Szenarios in Rollen von Politik und Interessenvertretung schlüpfen ließ. In einer fiktiven Stadt stand die Vergabe von Fördermitteln für Jugendprojekte sowie die Bildung eines Jugendbeirats auf der Tagesordnung der Ratsversammlung. Dabei fanden sich die Teilnehmenden in Parteifraktionen oder Jugendverbänden wieder und verhandelten mit großer Ernsthaftigkeit und viel Einsatz um Inhalte und Positionen. Dass politische Entscheidungen nicht immer einfach und Kompromisse einzugehen sind, wenn beispielsweise eine Seniorenpartei die meisten Sitze innehat, wurde ziemlich schnell deutlich und führte bei manch einem_r zwischenzeitlich auch zu Frustration. Durchhaltevermögen und Konfliktfähigkeit waren somit gefordert.


Freitagabend wurden die im Planspiel aufgekommenen Herausforderungen, aber auch Chancen mit den anwesenden Politiker_innen aus CDU, SPD, FDP und den Grünen in Gesprächsrunden diskutiert. Norbert Brackmann, Meinhard Füllner (CDU), Manfred Börner, Fabian Harbrecht, Bärbel Kersten (SPD), Susanne Itzerott, Thomas Kuehn (FDP) und Annedore Granz (Bündnis 90/Die Grünen) beantworteten in kleinen Gesprächsrunden zahlreiche Fragen und gingen darüber hinaus auch auf persönliche Werdegänge oder ihre Motivation für das politische Engagement ein. Rüdiger Jung, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales, ergänzte diese Runde.


Doch was läuft eigentlich schief mit politischer Beteiligung von Jugendlichen? Denn die Möglichkeiten für Mitbestimmung sind nicht nur auf kommunaler Ebene oftmals sehr begrenzt. Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden am Samstag in Form eines Ideenlabors. planpolitik führte die Gruppen durch mehrere Phasen, ließ den jungen Menschen angelehnt an eine Zukunftswerkstatt (Kritik – Vision - Realisierung) Raum für eigene Ideen und Strategien. Am Ende wurden Kreispräsident Füllner, der anwesenden Politik und dem KJR acht konkrete Ansätze präsentiert, die jungen Menschen mehr Mitbestimmung einräumen sollen.


Am Ende des zweiten Tages waren sichtlich alle Beteiligten zufrieden. So sei „Politik nebenbei“ in den Augen eines Teilnehmers nun gar nicht mehr so eine große Hürde und vor allem auch für junge Menschen machbar. Neben dem Zugewinn an Wissen über Kommunalpolitik und neuen Impulsen für Beteiligung gaben die Teilnehmenden auch zu verstehen, wie wertschätzend sie die Bereitschaft der Politik empfanden, den Workshop zwei Tage als Beobachter_innen und Ansprechpersonen begleitet zu haben.

 


 

„Unrecht, Widerstand und Demokratie in der Geschichte und in Zeiten der Globalisierung” 

 

Projektträger

Stadtjugendring Geesthacht e.V.

Projektzeitraum: Juni bis September 2017

 

Das Projekt – bestehend aus zwei Teilen (Klassenstufe 5-7, 8-10) - verfolgte einen informativen und partizipativen Ansatz, indem die Themen gemeinsam mit den Jugendlichen im Vorfeld bearbeitet wurden. Demokratische Grundrechte wurden vermittelt und gefestigt, Unrechtssysteme entlarvt. Im Zentrum standen folgende Schwerpunkte:


- Geschichte nicht vergessen, Unrecht, Widerstand und Demokratie
- Die globalen Zusammenhänge erkennen, eigenes Handeln reflektieren, eine gerechtere Welt schaffen


Der Blick über den Tellerrand sollte dabei geschärft werden. Wie hängen globale Begebenheiten z.B. mit dem eigenen Kaufverhalten zusammen. Der Blick auf eine gerechtere Welt – was kann jeder Mensch dazu beitragen, dass die Welt gerechter werden kann. Nach den Theatervorstellungen im Kleinen Schillertheater Geesthacht mit jeweils 300 Schüler_innen fanden mit den Darsteller_innen der Theaterstücke moderierte Gespräche über das jeweilige Stück statt.

                                                                                                              
Dabei befassten sich die zwei jugendgerechten Theaterstücke des Theaterspiels Witten mit politischen, globalen und geschichtlichen Themen. Der Grundgedanke von Demokratie und einer gerechteren Welt wurde vermittelt und diskutiert und die Möglichkeiten eine eigene HALTUNG zu entwickeln aufgezeigt.

 

Stück Nr.1 „Über das Leben - Überleben“ befasste sich mit den Themen Demokratie und Menschenrechte. Es erzählte die Geschichte von Anni, die 1933 neun Jahre alt ist. Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Mit Aktivitäten im Kampf für ein gerechtes Leben geht Anni in den Widerstand. Durch ihre Festnahme wird es einen Kampf ums Überleben.


In Stück Nr.2 „Alle satt?!“ wurde nachgefragt, wie in der westlichen Welt der Begriff Lebensstandard definiert wird. Benötigt es zum glücklichen Leben tatsächlich all die Dinge, mit denen wir uns umgeben und wie sind sie im globalen Zusammenhang zu verstehen. Die Informationen wurden in dem Theaterstück so aufbereitet, dass sie für Jugendliche verständlich waren und zu ihrer Meinungsbildung beitrugen. In dem Stück ging es auch um die Frage, wo Jugendliche in einem komplexen globalen Gefüge mit ihren eigenen Idealen noch anknüpfen können, wenn der eigene Wohlstand auf der Armut und Ausbeutung anderer Menschen basiert.                                                   


 

"Deine Stimme zählt - Fit für das Wahljahr 2017"

 

Projektträger

Stadtjugendring Geesthacht e.V.

Projektzeitraum: Februar bis Dezember 2017

 

Das Projekt „Deine Stimme zählt” Fit für das Wahljahr 2017“ wurde an 10 Workshoptagen im Jugendzentrum Geesthacht Alter Bahnhof vom Referenten Ercan Kök durchgeführt. An den Veranstaltungen haben Jugendliche und junge Erwachsene teilgenommen. Das Ziel war es Jugendliche auf das Superwahljahr 2017 mit Landtags- und Bundestagswahlen vorzubereiten. Es wurde den Jugendlichen durch eine frühe Diskussionsrunde ermöglicht, den Schwerpunkt und Verlauf des Workshops mitzubestimmen. Ein wichtiger Punkt des Projektes war die Auseinandersetzung mit Fragen wie:

- „Was ist Demokratie“
- „Beeinflusst Politik mein Leben überhaupt?“
- „Was bringt wählen?“
- „Wie kann ich politisch aktiv werden?“
- „Wie kann ich zur Demokratie beitragen“.
 
Schwerpunkt des Projektes war die politische Meinungsbildung. Zudem wurden die Struktur und Teilhabemöglichkeiten der Kommunalpolitik aufgezeigt. Gemeinsam wurden die Parteien und ihre Programme begutachtet und sich kritisch damit auseinandergesetzt. Durch das Nachstellen von Diskussionen zu politisch relevanten Themen wurden Regeln, Methoden, und demokratische Grundwerte vermittelt und gefestigt. Auch wurde auf menschen- und demokratiefeindliche Bewegungen hingewiesen und ihre trügerischen Vorgehensweisen und Methoden hinterfragt.
Die Methoden und Inhalte wurden stets den Bedürfnissen der Teilnehmer_innen angepasst. Somit wurden verschieden Formate angewandt. Es gab „Play Eat Talk“ Abende an denen gemeinsam in einer lockeren Atmosphäre in die Thematik eingestiegen wurde. Unter anderem gab es auch Quiz- Nachmittage wie auch klassische Seminar- und Workshop-Einheiten mit Gruppenübungen und Diskussionsrunden zum Thema. Hierdurch war nicht nur der Inhalt immer wieder abwechslungsreich, sondern auch die Methoden haben sich abgewechselt.
Die durchweg positive Resonanz von Teilnehmer_innen und ihre anfänglichen Schwächen an der Thematik zeigen einen fortan bestehenden Bedarf an der Bearbeitung dieser Thematiken. Wir stellen fest, Politik und seine Erscheinungsformen im Alltag betreffen alle, unabhängig von Alter, Herkunft, Gesundheitszustand, Kapital und Status.
 

 


 

"Fit für Mitbestimmung"

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: November bis Dezember 2017

 

”Fit für Mitbestimmung” ist ein Partizipationsangebot zur Demokratieförderung für Schüler_innen (insbesondere SVs und Klassensprecher_innen). In einem 2,5 tägigen Qualifizierungsseminar vom 16. bis 18. November wurden Schüler_innen der Grund- und Gemeinschaftsschule Schwarzenbek,  Gemeinschaftsshule Mölln und Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg an einem außerschulischen Ort (CVJM-Freizeit und Segelzentrum Ratzeburg) durch drei Referent_innen fortgebildet. Das Konzept ”Fit für Mitbestimmung” ist in Schleswig-Flensburg entwickelt worden. Neben den Schüler_innen waren zudem die jeweiligen SV-Lehrerkräfte bei dem Seminar im November dabei. Das Qualifizierungsseminar hat zum Ziel, die Schulkultur zu verbessern, fördert gruppendynamische Prozesse sowie die Bereitschaft sich für das Gemeinwesen einzusetzen. Die drei Referent_innen vermittelten Schlüsselqualifikationen, die für die Beteiligung in der Schule (und darüber hinaus) wichtig sind.

Inhalte waren:
-    Kenntnisse über demokratische Mitwirkungsprozesse in Schule
-    Rechtliche Grundlagen
-    Präsentations- und Rhetoriktechniken
-    Gruppendynamische Übungen
-    Problemlösungsverfahren
-    Projektmanagement

Die schulübergreifende Teilnahme wurde für das Qualifizierungsseminar als positiv bewertet. So bekamen die Schüler_innen Einblicke in den Schulalltag und die Probleme und Herausforderungen der jeweils anderen Schule. Die Schüler_innen konnten sich hier durch einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch ergänzen.

Innerhalb des Qualifizierungsseminars haben die Schüler_innen der Schulen Ideen für ein Projekt, welches sie bis Juni 2018 umsetzen wollen, entwickelt. Sie stehen hierbei im engen Austausch mit der beteiligten Lehrkraft, die in den 4/5 Monaten bei der Umsetzung beratend und unterstützend zur Verfügung stehen soll. Das abschließende 1,5-tägige Reflexionsseminar wird im Juni 2018 stattfinden.

 


 

"Barrierefreie Podcasts mit den Spitzenkandidat_innen zur Landtagswahl S.-H. 2017"

 

Projektträger

Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Lauenburg gGmbH

Projektzeitraum: März bis Mai 2017

 
Das Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Launenburg hat anlässlich der     bevorstehenden Landtagswahlen in einem inklusiven Kooperationsprojekt barrierefreie Podcasts produziert. In den 6 Podcasts wurden die Spitzenkandidat_innen der in der vorhergehenden Legislaturperiode im Landtag vertretenden Parteien zu drei Themenbereichen und sich aus ihnen ableitenden konkreten Frage-stellungen von Menschen mit Behinderungen in Leichter Sprache befragt und die Spitzenkandidaten gaben Ihre Antworten auf diese Fragen ebenfalls in Leichter Sprache. Die Themenbereiche waren: sozialer Wohnungsbau, Barrierefreiheit, Gesundheit und Pflege, Mobilität, Starke Familien, Kinderarmut, Tierschutz und Medienkompetenzdurch, die zudem durch Erklärfilme verständlich erläutert wurden.
Das Konzept ist in drei Teile untergliedert:
1. Die Themenbereiche in den einzelnen Podcasts wuerden mit einem kurzen barrierefreien Erklärfilm eingeleitet. Dieser Einspieler soll es sowohl den Politiker_innen als auch den Zuschauer_innen der Podcasts erleichtern einen Überblick über die Themen und Fragestellungen zu gewinnen. Zwei dieser Themenbereiche und Fragen werden von den Fragesteller_innenn konkret vorgegeben. Den dritten Themenbereich können die Spitzenkandidat_innen selbst vorschlagen.
2. Menschen mit einer Behinderung stellen ihre Fragen, welche von den Spitzenkandidat_innen vor den Drehterminen schriftlich beantwortet werden.
3. Die Antworten werden vom Lebenshilfewerk im Vorfeld in Leichte Sprache (Sprachniveau A2, Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GERS)) übersetzt, von Menschen mit Behinderungen auf Verständlichkeit überprüft und anschließend durch den_die Spitzenkandidat_in freigegeben. Anschließend werden die Frage und Antwort in Leichter Sprache gefilmt. So wird ein rundum verständliches Informations- und Bildungsangebot gewährleistet.               
Ziel des Projektes:  Die politische Teilhabe aller Menschen, insbesondere Erst- und Jungwähler_innen sowie Menschen mit Behinderungen, in Schleswig-Holstein soll gestärkt werden und in diesem Zusammenhang der barrierefreie Zugang zu wahlrelevanten Informationen gegeben  werden. Das Projekt möchte den Dialog zwischen den politischen Akteur_innen und den Bürger_innen insbesondere aus den genannten Zielgruppen fördern. Politische Themen inhaltlich zu durchdringen, kann für die Menschen aus den Zielgruppen eine Hürde darstellen. Im Vorfeld einer Wahl ist die Aufmerksamkeit der Gesellschaft verstärkt auf politische Debatten gerichtet, wobei die Teilhabe von Menschen aus den Zielgruppen aufgrund der Verwendung schwieriger Begriffe und rhetorischer Kniffe nicht gewährleistet ist. Das Projekt soll dazu beitragen die Wahlbeteiligung und das politische Interesse zu erhöhen.
 
 

 

"Aktionen zur Landtgaswahl 2017 – FestiWahl"

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: April bis Mai 2017

 

Am Samstag, den 29. April, knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein fand das FestiWahl, ein Konzert mit Jugendbands aus dem Kreis in der Waldhalle Büchen statt. Hierfür wurden Jugendbands im Kreis Herzogtum Lauenburg gezielt angesprochen, neue Songs zu schreiben, die sich mit der Wahl, Demokratie, demokratischen Werten o.ä. auseinandersetzen.

 

About Blank, Frank Walter P., Prima Vera und SP3 waren die vier Acts, die beim FestiWahl auftraten. Allesamt waren es junge Bands oder Solokünstler und –künstlerinnen aus dem Herzogtum Lauenburg, die für diesen Tag oder bereits in der Vergangenheit einen neuen Song geschrieben hatten. Diese Songs wurden neben drei bis vier weiteren Stücken aus ihrem Repertoire den Besucher_innen präsentiert. Moderiert wurde das FestiWahl durch den Hamburger Poetry Slammer Hannes Maaß.


Per Videostatements kamen in kurzen Clips auch die Direktkandidaten und -kandidatinnen zu Wort. Sie hatten im Vorwege die Songs der jungen Künstler und Künstlerinnen erhalten und nahmen kurz dazu Stellung. Am Ende riefen alle parteiübergreifend und parteineutral dazu auf, das wichtige Wahlrecht in Anspruch zu nehmen.

 

In allen Songs wurde sich kritisch mit Gesellschaft auseinandergesetzt. Gleichzeitig schwang aber auch die Botschaft mit, dass die Demokratie, in der wir leben, überaus wertvoll ist. Kleine Give aways und Flyer während der Veranstaltung wiesen auf die Wahl und Möglichkeiten der Beteiligung im Kreis Herzogtum Lauenburg hin. Der Aufruf gesellschaftspolitische Songs zu schreiben, diese einem Publikum präsentieren und so eine wichtige Message auf dem Konzert unterstützen zu können, wurde von den teilnehmenden Musiker_innen wertgeschätzt und als sehr wichtig empfunden. Per Handzeichen wurde am Ende der Veranstaltung danach gefragt, ob die Besucher_innen zur Wahl gehen wollen. Fast alle bejahten dies auf diesem Wege.


 

"Erklärfilme Landtagswahlen Schleswig-Holstein 2017"

 

Projektträger

Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Lauenburg gGmbH

Projektzeitraum: März bis Mai 2017

 

Ziel der Erklärfilme war es, einen Beitrag zu leisten, die politische Teilhabe von (jungen) Menschen, bzw. gesellschaftlichen Randgruppen, und deren Demokratieverständnis in Schleswig-Holstein zu stärken. Hierdurch sollten viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg und in Schleswig-Holstein einen leicht verständlichen Zugang zu Informationen erhalten. Die Erklärfilme konnten im Internet auf webites und über soziale Medien, z.B. bei Bildungsträgern, politischen Parteien und Privatpersonen  abgerufen und geteilt werden. Darüberhinaus wurden die Erklärfilme kreis- und landesweit auch innerhalb von Bildungs- und Politikseminaren und innerhalb von Veranstaltungen wie z.B. Podiumsdiskussionen und das "FestiWahl" in Büchen eingesetzt und gezeigt.

 
 

 
"POLITICALied meets Jugendbands"
 

Projektträger

Verein Miteinander leben e.V.

Projektzeitraum: November bis Dezember 2017

 

Der Verein Miteinander leben e.V. hatte unter dem Titel "POLITICALied meets Jugendbands" den Liedermacher Heinz Ratz zu einer abendlichen Session im Satdthauptmannshof geladen. Begleitet von Christin Neddens, Percussionistin bei "Strom & Wasser" nahm Heinz Ratz sich viel Zeit, um mit den jugendlichen Musiker_innen über Politisches und politische Musik zu sprechen und an musikalischen Beispielen zu erläutern, wie er zu seinen Texten und seinen Melodiemotiven kommt. Im Gegenzug ließ er sich politische Kompositionen der Nachwuchsmusiker_innen vorspielen, zunächst als Hörbeispiel auf dem Smartphone, später, nachdem die erste Zurückhaltung überwunden war, auch live. So präsentierte das Möllner Trio "About Blank" den Song "Landtagsqual". Heinz Ratz ermutigte die Workshopteilnehmenden, politische Lieder ins Repertoire zu nehmen, vor allem aber, sich Gedanken zu machen über die eigene Welte und die Stimme zu erheben, wenn man spürt, dass etwas dirngend gesagt bzw. gesungen werden muss. 

 


 

"Aktionen zur Landtgaswahl 2017 - Gesprächsrunden und Wahl-o-Mat"

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: April bis Mai 2017

 

1. Gesprächsrunden "Fish & Chips":
In gemütlicher Atmosphäre und bei "Fish und Chips" trafen rund 100 junge Menschen und die jeweiligen Direktkandidat_innen (oder ihre entsandten Vertreter_innen) auf Augenhöhe am 24.4. in Ratzeburg und 25.4. in Geesthacht aufeinander. Im Petri Forum in Ratzeburg und in der Düne Geest-hacht trafen sich die Jugendlichen sowie Vertreter und Vertreterinnen der politischen Parteien zum gemeinsamen Gespräch zur Landtagswahl. Bei Fish und Chips konnten nun die jungen Wähler_innen im Gespräch mit der Politik ihre Fragen klären und ihre Lebenswelt darstellen. In insgesamt vier Runden kam so fast jede und jeder miteinander ins Gespräch. Verschiedene Plastikfische auf den Tischen mit Fragen am Bauch konnten geangelt werden, um so neue interessante Erkenntnisse zu gewinnen.


Die Idee in Form kleiner Gruppen bei Fish & Chips und mit Unterstützung von einem Fragen-Fisch-Pool wurde gut angenommen. Alle anwesenden Parteien (CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP, Die Linke, Piraten-Partei) entsandten ihre Direktkandidat_innen bzw. Vertreter_innen des Nord- und Südkreises. Am Ende jeden Abends wurde mit einer Stellübung konkret Bezug zu Aussagen des Wahl-O-Mats genommen, zu denen sich Jugendliche wie Politiker_innen positionierten und im di-rekten Vergleich ihre Positionen einsehen konnten.


Bei beiden Veranstaltungen konnten verschiedene Jugendliche begrüßt werden. Es kamen welche über das Jugendzentrum, über die Schule oder aus Vereinen und Verbänden oder vom Kinder- und Jugendbeirat.

 

2. Durchführung des analogen Wahl-o-Mats:
Der Kreisjugendring holte den Analogen Wahl-O-Mat des Landesjugendrings an zwei Tagen (26.4./ 28.4.2017) in den Kreis und erreichte so in Mölln und Lauenburg etwa 270 Schüler_innen. Der Wahl-O-Mat wurde neben den Lehrkräften durch den Kreisjugendring und Teamer_innen des Landesjugendrings begleitet.

 


 

"Erklär´mir wählen! - Die Erklärfilme zu den Wahlen"

 

Projektträger

Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Lauenburg gGmbH

Projektzeitraum: August bis September 2017

 

Die Erklärfilme haben das Thema "Wahlen" verständlich erklärt. Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit, im Bildungs- und Sozialwesen konnten mithilfe der Erklärfilme iIhren Zielgruppen die Inhalte der Bundestagswahl vermitteln. Personen aus den Zielgruppen konnten sich im Internet mithilfe der Erklärfilme selbstständig und barrierefrei über die Wahlen informieren. Die Texte für den Erklärfilm wurden in Leichter Sprache geschrieben, es wurden Abbildungen als visualisierende Unterstützung entworfen, beide Informationselemente wurden in einer Prüfgruppe auf Verständlichkeit überprüft.

 

Das Set von Erklärfilmen (jeweils mit und ohne Untertitel) umfasst folgende 5 Filme und inhaltliche

Schwerpunkte:

- Wahltheorie

- Stimmzettel

- Landesliste, Überhang- und Ausgleichmandate

- Sitzverteilung nach einer Wahl

- Briefwahl                                                                                                                        

 

Die "Erklär' mir wählen!"-Filme können auf dem YouTube-Kanal des Lebenshilfewerks abgerufen werden.                                      


 

"Aktion zum Weltkindertag / Bundestagswahl"        

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: September 2017

 

Am Mittwoch, 20. September war Weltkindertag, der in diesem Jahr unter das Motto „Kindern eine Stimme geben!“ gestellt war. Als Kreisjugendring und Interessenvertreter der Jugendverbände und der Kinder und Jugendlichen im Herzogtum Lauenburg fordert er, dass Kinder und Jugendliche gehört werden, dass sie sich einbringen können und auf kind- und jugendgerechte Art mitbestimmen können.


Mit acht jungen Menschen aus seinen Mitgliedsvereinen sowie den Bundestagskandidat_innen Norbert Brackmann (CDU), Nina Scheer (SPD), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen) sowie dem örtlichen Vertreter der Linken Christian Wagner zog der KJR am Weltkindertag durch die Straßen von Geesthacht und Mölln. Verteilt wurden Postkarten mit den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen, die darauf aussagen, was sie umsetzen würden, wenn sie selbst Kanzler oder Kanzlerin wären. „Das sind hochpolitische Forderungen, die auf diesen Postkarten vertreten werden“, waren sich alle vier Politiker_innen einig.


Die acht jungen Menschen hatten sich am Vormittag mit ihren politischen Aussagen auseinandergesetzt und daraus Fragestellungen an die Politik abgeleitet. In kurzen Talkrunden richteten sie am Nachmittag dann in der Einkaufsstraße von Geesthacht und auf dem Bauhof in Mölln ihre Fragen an die Politik.


Alle vier Vertreter_innen betonten auf die Fragen die hohe Bedeutung des Engagements von jungen Menschen in Vereinen, Verbänden und in den Jugendorganisationen der Parteien. In den Talkrunden legten die jungen Menschen dar, dass es hierfür aber auch Unterstützung und Freiräume bedarf, um überhaupt die Möglichkeit zu haben sich zu einzubringen, sich zu engagieren und so auch die Stimme für die eigenen Interessen zu erheben.


Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben, es ihnen zu ermöglichen, dass sie sich selbst einbringen, aber auch Freiräume haben, um ihre eigenen Interessen vertreten zu können und Verantwortung zu übernehmen, sieht der Kreisjugendring als eine wesentliche Aufgabe aller an. Demokratie lebt vom Engagement.


An den Aktionen vor Ort nahmen jeweils 30 bis 50 Vertreter_innen aus den Jugendverbänden teil und unterstützen die 8 Jugendlichen. Zudem wurden Menschen im öffentlichen Raum auf die Aktionen aufmerksam, blieben kurz stehen oder hörten den Interviews länger zu.    

 


 

"Mini-Projekte"

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: Januar bis Dezember 2017

 

Im Rahmen der Umsetzung der „Partnerschaften für Demokratie“ wird Maßnahmeträger_innen die Möglichkeit geboten kurzfristig und unbürokratisch mit Fördermitteln bis zu 300,- € z.B. auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können. Für die „Mini-Projekte“ wurde ein Gesamtbudget von 2.500,- € des Aktions- und Initiativfonds vorgesehen, welches vom Begleitausschuss in der ersten Sitzung im Januar 2016 beschlossen und an den Kreisjugendring delegiert wurde.


2017 wurden fünf Mini-Projekte bewilligt.

 

"Pegasus-Festival"
Am 13. Mai fand von 13 bis 22 Uhr das Pegasus-Festival im Möllner Kurpark statt. Das Festival wurde von der Kultur-Community (Jugendbeirat der Stiftung Herzogtum Lauenburg) geplant, organisiert und umgesetzt. Zusammen mit den Unterstützer_innen wie das Jugendzentrum Mölln und dem Steinau Kulturverein (Bühne, Trechnik), das DRK (Sanitäter), dem Team Viva con Aqua aus Lübeck und vielen jungen Ehrenamtlichen konnte ein toller Tag veranstaltet werden, an dem aufgrund nicht optimaler Wetterbedingungen ca. 700 Menschen insgesamt teilnahmen. Es standen 8 lokale Bands auf der Bühne. Die Kultur-Community zeichnet sich durch einen hohen Beteiligungsgrad von jungen Menschen aus. So sind die Mitwirkenden zu einem hohen Grad selbstorganisiert, übernehmen Verantwortung und erleben auf diese Weise Selbstwirksamkeit. Mit ihrem Engagement stehen sie für ein Miteinander, bei dem sich alle nach ihren Fähigkeiten und Talenten einbringen können. Es finden Aushandlungsprozesse statt und Konflikte werden demokratisch ausgetragen.  

 

Video-Projekt : ”Menschen zusammen bringen”                                         

Kurzvideos von jungen Menschen aus Mölln um einen jungen geflüchteten Journalisten. Über kleine Interviews und Begegnungen auf der Straße sollten Menschen in den Kontakt treten und Perspektiven über ihr Leben in Mölln und Umgebung artikulieren. Die Videos sollten über digitale Medien wie YouTube leicht zugänglich gemacht werden. Ziel war es, ein unkompliziertes Medium zu schaffen, dass Geflüchtete sowie ”Einheimische” über ihre Kulturen, Gepflogenheiten, etc. in den Austausch bringt, sie (z.B. über Traditionen und Gepflogenheiten) informiert und aufklärt.
Als Themen waren angedacht:
-    Kultur(en)
-    Alltagssituationen
-    Stereotype und Vorurteile/ Eigen- und Fremdbild
-    Ausbildung und Beruf in Deutschland
-    Frauen- und Kinderrechte
-    Alttagstipps und (unausgesprochene) Verhaltensregeln in Deutschland
Es war ein Anliegen, dass die Mitwirkenden gemeinsam Zeit verbringen und sich im Team an dem Projekt beteiligen. Vielen der jungen Menschen fehlen Selbstvertrauen und Vorbilder. Hier sollten sie eigene Ideen und Themen einbringen. Aus persönlichen Gründen der Projektleitung konnte das Projekt im Förderzeitraum leider nicht nachhaltig gestartet werden. Dies soll schnellst möglichst nachgeholt werden, sobald die Situation es zulässt.