BMFSFJ DL mitFoerderzusatz RZ  

 

 

Projekte 2017

Es wurden elf Projekte und sieben Mini-Projekte durchgeführt.


 

"Füreinander miteinander stark"

(1x Jungenprojekt, 1x Jungen- und Mädchenprojekt)

 

Projektträger

Diakonisches Werk Herzogtum Lauenburg des Ev. Lutherischen Kirchenkreises Lübeck Lauenburg

Nachbarschaftstreff ToM

Moorring 19c, 21481 Lauenburg

Tel: 04153-559850

E-Mail: tom-lauenburg(at)gmx.de

 

Projektzeitraum: März bis Juli 2017

 

Mit dem vor Ort bekannten Team des erfolgreichen Kids-WingTsun Trainings-Programms wurde jeweils ein Projekt für eine Jungen- und  eine gemischte Mädchen-/Jungs-Gruppe angeboten. Als Zielgruppe wurde der Fokus auf die regelmäßig den offenen Stadtteil-Treffpunkt besuchenden Kinder und Jugendlichen gelegt. Durch verschiedene Bewegungsformen, Fühl- und Balanceübungen, Bewegungszirkel und Rollenspiele wurden folgende Fähigkeiten vermittelt:

Stärkung der Sozialkompetenz, Wahrnehmung von Grenzüberschreitungen, Wertevermittlung, sichere Selbstbehauptung, sowie der Erwerb von Handlungskompetenz in Konfliktsituationen.

Ein weiterer wichtiger Baustein des Kids-WingTsun -Programms ist das Erlernen und die Übung von Streit-und Beeindigungsätzen. Neben den Maßnahmen für ein sozialeres und engagierteres Miteinander wurden Handlungsmöglichkeiten für eine angemessene Selbstverteidigung vermittelt. Alle angewandten Methoden griffen dabei ineinander.

 


 

"Mitmach-Zirkus"

 

Projektträger

Schulverein der Weingartenschule e.V.

Weingarten 10

21481 Lauenburg/Elbe

Tel: 04153-5988610

E-Mail: weingartenschule.lauenburg(at)schule.landsh.de

 

Projektzeitraum: Juli 2017

 

Der Mitmachzirkus ”Phantasia” trainierte in verschiedenen Gruppen alle 390 Weingartenschüler_innen in unterschiedlichen Darbietungen, wie Artistik, Zauberei uvm., die von den Kindern in mehreren Vorstellungen einem öffentlichen Publikum vorgetragen wurden. Die Zirkuswoche begann am Sonntag, den 16.07.17 mit dem gemeinsamen Zirkuszeltaufbau durch Lehrkräfte, Eltern, Kinder und der Zirkuscrew. Am Montag besuchten alle Kinder und Lehrkräfte der Weingartenschule die Zirkusshow der Crew. Anschließend wurden die Kinder gefordert. Für die Projektwoche wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, die parallel das gleiche Programm einstudiert haben. Wechselnd wurden sie trainiert. Der Stolz jedes einzelnen Kindes bei der Aufführung war berührend. Der Inkusionsgedanke, alle Kinder, unabhängig von (kognitiven/körperlichen) Fähigkeiten, Alter, Nationalität oder Begabung wurde durch die Vielfältigkeit der Angebote der Zirkuscrew voll erfüllt. Schüchterne Kinder standen auf einmal als Clown, Seil- oder Trapezkünstler_innen oder als Fakir im Mittelpunkt, genossen den Applaus und diese einmalige Form der Zuwendung durch das Publikum. Andere Kinder lernten sich anzupassen und unterzuordnen, um das Gesamtbild der Aufführung bestmöglich darzustellen. Alle Beteiligten waren gleichwertige, gleichberechtigte Partner_innen in der Zirkuswelt. Da die einzelnen Schüler_innen der Klassen in unterschiedlichen Trainingsgruppen bzw. Vorstellungsgruppen eingeteilt waren hat dies zur Stärkung der Schulgemeinschaft beigetragen. Zu den Generalproben wurden Seniorenheime und Kindertagesstätten eingeladen, um kostenlos dem Publikum beizuwohnen. Jede Gruppe hatte zwei öffentliche Aufführungen im Zirkuszelt, zu denen jede_r eingeladen war.

 

Die Lauenburgische Landeszeitung berichtete am 21.7.2017.

 


 

"Kultursalat 2017"

 

Projektträger

Quartiersentwicklung Lauenburg Mitte, AWO Schleswig-Holstein gGmbH
Büchener Weg 8a
21481 Lauenburg

Tel.: 04153 5972 128
E-Mail: claudia.loeding(at)awo-sh.de

 

Projektzeitraum: November 2017

 

Der Kultursalat schafft Begegnung und Austausch der Kulturen im Rahmen eines großen Festes. Ziel der Veranstaltung war die Fortführung und die Verstetigung der Beziehungen und Begegnungen, die durch die bereits stattgefundenen Kultursalate 2015 und 2016 aufgebaut wurden sowie die Einbeziehung des Netzwerkes Lauenburg Mitte, das durch die Quartiersentwicklung neu aufgestellt wurde.
Am Samstag 04.11.2017 lud die Quartiersentwicklung Lauenburg Mitte gemeinsam mit den vielen Kooperationspartner_innen und ehrenamtlichen Kulturvertreter_innen zum kulturübergreifenden Fest ein. Angesprochen waren alle Lauenburger_innen. Das Ziel war es, möglichst viele unterschiedliche Kulturen, Neubürger_innen und auch Menschen, die die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen am Fest teilnehmen zu lassen.
In drei Vorbereitungstreffen ab Juni 2017 beteiligten sich die Kulturvertreter_innen rege und wurden dabei unterstützt und begleitet durch die Partner_innen, welche zum großen Teil Mitglieder im Begleitausschuss sind. So haben folgende Kulturen und Organisationen/Institutionen teilgenommen:


-    Deutsche Kultur
-    Norrdeutsche/Lauenburgische Kultur
-    Griechische Kultur
-    Türkische Kultur
-    Armenische Kultur
-    Syrische Kultur
-    Chinesische Kultur
-    Ukrainische Kultur
-    Russische Kultur
-    Skandinavische Kultur
-    Afghanische Kultur
-    Kurdische Kultur

-    AWO Quartiersentwicklung und Pflege
-    Stadtjugendpflege
-    Ganztagskoordination
-    Schulsozialarbeit
-    Künstlerin Petra von Langsdorff ”Interreligiöse Bildkommentare”
-    AK Internationale Jugendarbeit/ Netzwerk Kommune Goes International
-    Lauenburger Tafel
-    Jugendzentrum Lauenburg
-    Straßensozialarbeit
-    Türkischer Elternverein
-    Türk.-Islam. Gemeinde
-    Stadtteiltreff ToM
-    Schülerinnenprojekt
-    Lauenburger Klöppel-Frauen

-    Gleichstellungsbeauftragte
-    Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg/ lokale Koordinierungs- und Fachstelle ”Demokratie leben!”

 

Die Kulturvertreter_innen haben an ihren Ständen Vielfältiges geboten. Auf ungezwungene Art und Weise sollte das Kennenlernen erleichtert werden. So brachten sie sich beispielsweise mit Musik, Instrumenten, Tänzen, Gedichten, Speisen, Handarbeiten, Mitmachaktionen (z.B. chinesische Kalligrafie, Klöppeln) o.ä. ein und die Besucher_innen waren eingeladen teilzuhaben und sich näher kennenzulernen. Musik, Spaß und Unterhaltung kamen dabei nicht zu kurz. So gab es eine Bühne, auf welcher ein buntes Programm an Musik und Tänzen dargeboten wurde (z.B. armenische, türkische, ukrainische Tänze, armenische Gedichte, chinesisches Tai Chi). Als Abschluss kamen alle Teilnehmenden und Besucher_innen noch einmal zusammen und folgten der Aufführung der KinderKulturKarawane, welche mit einer Jugendgruppe aus Uganda auftrat. Sie boten ein musikalisches Theater mit dem Name ”Kwafe Kwe Kwafe” (Mein Zuhause ist mein Zuhause). Es beschäftigte sich mit den Folgen des Klimawandels, Flucht und Integration.
Die Künstlerin Petra von Langsdorff arbeitete während des Kultursalats an einem ihrer Werke und trat über diese ”Interreligiösen Bildkommentaren” mit den Menschen in Kontakt.
Der Eintritt und das Buffet zum Kultursalat waren kostenfrei, Kinder waren ebenfalls herzlich willkommen, da es viele Kinderaktionen gab. Unter anderem gab es einen Wunschbaum, bei welchem die Besucher_innen mit einer Sofortbildkamera Bilder machen konnten, die dann mit Wünschen gespickt an den Baum gehängt werden konnten. Es Besuchten ca. 500 Menschen das Fest.

 

Die Lauenburgische Landeszeitung berichtete am 06.11.2017. 

Der Newsletter AWO Schleswig-Holstein berichtete in 11/2017. 

 


 

"Filmische Dokumentation einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung in Ravensbrück im Rahmen des Generationenforums"

 

Projektträger

Theater Lauenburg

Elbstraße 145a
21481 Lauenburg/Elbe
Tel.: 04153-5991585

E-Mail: info(at)theater-lauenburg.de

 

Projektzeitraum: August 2017

 

Im Rahmen einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung im ehemaligen Frauenkonzentraltionslager Ravensbrück nahmen 18 Jugendliche aus Lauenburg und Biala Podlaska/ Polen teil. Das besondere der Begegnung war die Teilnahme am Generationenforum, das durch Zeitzeuginnen begleitet wurde. Die Teilnehmenden waren an der inhaltlichen Gestaltung des 20 minütigen Dokumentarfilms eingebunden und beteiligten sich in diesem Rahmen. Nach Fertigstellung des Films wurde er mindestens 200 Personen in Lauenburg vorgeführt. Außerdem kann er jederzeit unter www.vimeo.com/231770954/936c1cda4d angeschaut werden.

 


 

"Internationales Kinderfest"

 

Projektträger

Ortsjugendring Lauenburg/ Elbe e.V.

Alte Wache 3 

21481 Lauenburg/ Elbe

E-Mail: info(at)ojr-lauenburg.de

 

Projektzeitraum: Juli 2017

 

Lauenburger Organisationen, Bündnisse und Akteure der Kinder- und Jugendarbeit sowie aktive und qualifizierte Jugendliche veranstalteten gemeinsam zum vierten Mal in Folge ein großes Kinderfest im Stadtpark "Fürstengarten". Dabei wurden internationale Kinderspiele für Draußen angeboten und durchgeführt, es gab zahlreiche Mitmachaktionen und ein Rahmenprogramm mit den G-Breakern und der türkischen Jugendtanzgruppe.

Das Fest fand am 16. Juli 2017 in der Zeit von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr statt, zu welchem trotz widriger Wetterbedingungen in etwa 800 Menschen, darunter vor allem Kinder, Jugendliche und Familien kamen. Die Internationalität und Vielfalt der Lauenburger_innen stand dabei wieder im Mittelpunkt und spiegelte sich in den Besucher_innen wider.

Organisiert wurde das Fest in diesem Jahr neben dem Träger Ortsjugendring Lauenburg/ Elbe vom Arbeitskreis "Jugendarbeit" - bestehend aus Stadtjugendpflege, Jugendzentrum, Schulsozialarbeit, Straßensozialarbeit, Nachbarschaftstreff ToM, Ganztagsschulkoordination - sowie weiteren Mitgliedern des Begleitausschusses wie die Türkisch-Islamische Gemeinde, der Türkische Elternverein und die lokale Koordinierungs- und Fachstelle ”Demokratie leben!”. Außerdem dabei waren der AWO Ortsverband und der FC Lauenburg.

Es wurden unterschiedliche Outdoor- und Bastelaktivitäten sowie Wettbewerbe angeboten, bei denen Kinder sich messen können, bei denen sie aber auch Außenaktivitäten erlernen können. Eltern kamen neben den Aktivitäten und auf Sitzgelegenheiten ins Gespräch. Alle Angebote waren umsonst. Getränke und Essen konnten zu kleinen Unkostenbeiträgen erworben werden.  

Es beteiligten sich aktiv Jugendliche an der Umsetzung von Grundschüler_innen über Jugendliche bis hin zu jungen Menschen aus dem Kreise Geflüchteter. Neu war in diesem Jahr, dass sich das Netzwerk auf die Verwendung von ökologisch-abbaubarem Geschirr und Besteck im Vorfeld geeinigt hat. Im Sinne einer Vorreiter- und Vorbildfunktion sollen Nachhaltigkeit und Umweltschutz ins Bewusstsein gerückt werden. 

 


 

"Fit für Mitbestimmung"

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Schmilauer Str. 66

23879 Mölln

Tel.: 04542-8437-85

E-Mail: koordination(at)kjr-herzogtum-lauenburg.de

 

Zeitraum: November bis Dezember 2017

 

”Fit für Mitbestimmung” ist ein Partizipationsangebot zur Demokratieförderung für Schüler_innen (insbesondere SVs und Klassensprecher_innen). In einem 2,5 tägigen Qualifizierungsseminar vom 16. bis 18. November wurden Schüler_innen der Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg gemeinsam mit Schüler_innen aus der Grund- und Gemeinschaftsschule Schwarzenbek und der Gemeinschaftsshule Mölln an einem außerschulischen Ort (CVJM-Freizeit und Segelzentrum Ratzeburg) durch drei Referent_innen fortgebildet. Das Konzept ”Fit für Mitbestimmung” ist in Schleswig-Flensburg entwickelt worden. Neben den Schüler_innen waren zudem die jeweiligen SV-Lehrerkräfte bei dem Seminar im November dabei. Das Qualifizierungsseminar hat zum Ziel, die Schulkultur zu verbessern, fördert gruppendynamische Prozesse sowie die Bereitschaft sich für das Gemeinwesen einzusetzen. Die drei Referent_innen vermittelten Schlüsselqualifikationen, die für die Beteiligung in der Schule (und darüber hinaus) wichtig sind.

Inhalte waren:
-    Kenntnisse über demokratische Mitwirkungsprozesse in Schule
-    Rechtliche Grundlagen
-    Präsentations- und Rhetoriktechniken
-    Gruppendynamische Übungen
-    Problemlösungsverfahren
-    Projektmanagement

Die schulübergreifende Teilnahme wurde für das Qualifizierungsseminar als positiv bewertet. So bekamen die Schüler_innen Einblicke in den Schulalltag und die Probleme und Herausforderungen der jeweils anderen Schule. Die Schüler_innen konnten sich hier durch einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch ergänzen.

Innerhalb des Qualifizierungsseminars haben die Schüler_innen der Schulen Ideen für ein Projekt, welches sie bis Juni 2018 umsetzen wollen, entwickelt. Sie stehen hierbei im engen Austausch mit der beteiligten Lehrkraft, die in den 4/5 Monaten bei der Umsetzung beratend und unterstützend zur Verfügung stehen soll. Das abschließende 1,5-tägige Reflexionsseminar wird im Juni 2018 stattfinden.

 


 

"TOLERANZTRAINING - Keine Chance für Diskriminierung, Mobbing, Rassismus & Co."

 

Projektträger

Verein Miteinander leben e.V.

Bahide-Arslan-Gang

23879 Mölln

Tel: 04542-843309

E-Mail: miteinander.leben(at)t-online.de

 

Projektzeitraum: Februar bis Dezember 2017

 

Das "TOLERANZTRAINING" wurde 2017 insgesamt achtmal à je zwei Tage durchgeführt. Fünf Gruppen der Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg und drei Gruppen der erstmalig teilnehmenden  Gemeinschaftsschule Büchen nahmen an den Trainingseinheiten des Referenten Ercan Kök teil. Insgesamt umfasste dies fast 180 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren.

Das Ziel war das Aufzeigen verschiedener Formen der Diskriminierung und wo sie im Alltag versteckt sind. Es wurde den Jugendlichen durch eine frühe Diskussionsrunde ermöglicht, den Schwerpunkt und Verlauf des Workshops mitzubestimmen. Ein wichtiger Punkt des Toleranztraining war die Auseinandersetzung mit Fragen wie: "Wo habe und wurde ich, auf welche Art - von wem - diskriminiert?", "Was macht Diskriminierung mit dem Menschen?", "Wieso diskriminieren wir?", "Hat Toleranz Grenzen?". Die Jugendlichen wählten zwischen Positionierungsübungen, bei denen die Meinung des_der Einzelnen im Vordergrund steht; Gruppenübungen, welche die Erfahrungen des_der Einzelnen im Zusammenhang mit der Gruppe betrachten und somit aufzeigen, dass jede_r von der Thematik betroffen ist; Theaterszenen, jenen die Möglichkeit bieten die Thematik aufzugreifen und sie auf eigene Art kreativ darzustellen.

Die durchweg positive Resonanz von Lehrkräften und Schüler_innen zeigt einen immensen Bedarf an der Bearbeitung dieses Themas. Wir stellen fest, Toleranz wie Intoleranz und ihre Formen betreffen alle, unabhängig Alter, Herkunft, Gesundheitszustand, Kapital und Status. Für das nächste Jahr besteht bereits eine große Nachfrage für das Toleranztraining.


 

"Jugendleiterassisten_innen-Kurs"

 

Projektträger

Ortsjugendring Lauenburg/ Elbe e.V.

Alte Wache 3 

21481 Lauenburg/ Elbe

E-Mail: info(at)ojr-lauenburg.de

 

Projektzeitraum: Mai bis September 2017

 

In den letzten Jahren hat der Ortsjugendring Jugendliche (ca.100) zu Jugendleiterassistent_innen ausgebildet. Viele dieser Jugendleiterassistent_innen konnten erfolgreich in die ehrenamtliche Jugendarbeit (Vereine, Verbände, OJR) als Aktionsleiter_innen integriert werden.
Kompetente Jugendliche übernehmen Verantwortung. Menschen aus diesen Kursen engagieren sich nachhaltig für ihren Lebensort Lauenburg. Auch an Toleranz-Projekten beteiligen sie sich in der Organisation vieler Aktionen, wie z.B. dem Internationalen Kinderfest. Jugendleiter_innen haben eine große Bereitschaft entwickelt Verantwortung zu übernehmen, sich zu beteiligen und anderen Jugendlichen und Kindern Angebote zu machen.
Die Jugendleiterassistent_innen, die den Ortsjugendring und andere Vereine schon länger unterstützen, will der Ortsjugendring auch weiterhin für die ehrenamtliche Arbeit ermutigen und eine Fortbildungs- bzw. Qualifizierungseinheit anbieten.
Um allen Interessierten, egal welcher sozialer Herkunft, weiterhin eine Teilnahme zu ermöglichen, sind die Treffen kostenlos.

Der Jugendleiterassistent_innenkurs 2017 fand vom 19. bis 21. Mai statt.

Die Lerninhalte waren:
- Planung und Organisation von Gruppenaufgaben
- Kennenlernspiele
- Kooperationsspiele
- 1. Hilfe
- Verkehrsverhalten mit Gruppen
- Wie verhalte ich mich gegenüber Aktionsleiter_innen
- Meine Vorbildfunktion
- Gesellschaftsspiele kennenlernen
- Spiele dem Alter, der Situation anpassen
- Planung und Durchführung einer Aktion
- Aufbau und Aufräumen

Am 29.9.2017 fand ein Nachtreffen statt. Einige der Teilnehmenden haben Interesse mit 16 Jahren die JULEICA zu erwerben.

 


 

"Mini-Projekte"

 

Projektträger

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.                                           

Schmilauer Straße 66                      

23879 Mölln                                                                                                             

Tel: 04542-843785                                                                                                                      

E-Mail: koordination(at)kjr-herzogtum-lauenburg.de

             

Projektzeitraum: Januar bis Dezember 2017

 

Im Rahmen der Umsetzung der „Partnerschaften für Demokratie“ in Lauenburg wird Mitwirkenden ohne Rechtsform in Form eines Vereins o.ä. die Möglichkeit geboten, kurzfristig und unbürokratisch mit Fördermitteln bis zu 500,- Euro z.B. auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können oder kleinere Projektförderungen zu erhalten. Der Kreisjugendring übernimmt dabei die Trägerschaft und entscheided kurzfristig innerhalb einer Woche über eine Bewilligung. 


2017 wurden sieben Mini-Projekte bewilligt. Diese waren:

- Starke Frauen – Frauen stärken

- Integration durch Fußball

- Quartiersfest

- ISAMGA – Folklore

- Kinderrechte sind Menschenrechte

- Internationaler Liedertreff
- Internationale Jugendbegegnung

Starke Frauen – Frauen stärken

Ein Begegnungsprojekt für Frauen aus verschiedenen Nationen, um sich zu treffen und Vorurteile und Ängste abzubauen. Auf einem ersten Treffen wurden Wünsche und Bedürfnisse zusammen getragen. Es wurde ein großes Interesse geäußert, die z.T. unterschiedlichen Lebenswelten kennzulernen und über Aktivitäten im Gespräch zu bleiben. Es gab ein zweites Treffen. Leider war dies nicht gut besucht.

 

Integration durch Fußball

An 12 Terminen zwischen April und August fanden jeweils 2 Stunden Fußballtraining als Begegnungsprojekt statt. Es ist die Weiterfürhung des größeren Projektes aus 2016, welches bereits bei einzelnen Personen zur Integration in den regulären Verein führte. Ausgangspunkt für das Projekt war, dass die sprachlichen und technischen Voraussetzungen von jungen Geflüchteten nicht ausreichten, um im Fußballverein mitspielen zu können. Andere Förderungen über einen Sportverein waren nicht vorgesehen. Somit nutzte der Türkische Elternverein seine Kontakte zu den jungen Menschen und initiierte 2016 das Projekt.

Im diesjährigen Durchgang haben neben den ”beheimateten” Lauenburgern 14 Personen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak im Alter zwischen 10 und 45 Jahren teilgenommen. Es haben zudem immer wieder Familienmitglieder bei den Trainingseinheiten vorbeigeschaut und teils mitgemacht. Bis zu vier der Teilnehmenden kamen sogar extra aus Geesthacht zu den Trainings. Zwei weitere der geflüchteten Teilnehmer spielen nun im regulären Verein.

 

Quartiersfest

Das Quartiersfest fand am 10.06.2017 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr statt. Die Hauptzielgruppe war die Lauenburger Bevölkerung. Das Quartiersfest wurde von ca. 250 Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft besucht. Die Menschen informierten sich, beteiligten sich bei den Aktionsständen und beim Rahmenprogramm und nutzten die Angebote der Netzwerkpartner_innen. Auf dem Schulhof luden Spielgeräte des Ortsjugendringes Lauenburg die Kinder zum Verweilen ein. Es fand ein abwechlungsreiches Programm mit lokalen Beiträgen von Peter Paulsen, mit Pastor Billet mit Akkordeon Unterstützung von Werner statt sowie Klaviermusik, Sitztanz mit den Bewohner_innen des Walter-Gerling-Hauses der AWO, Sitztanz für alle mit Ingrid Heyse und eine Vorführung der G-Breaker.

 

ISAMGA – Folklore

Die ISAMGA-Folkloregruppe wird ehrenamtlich von jungen Menschen betreut. Sie ist erfolgreich durch das Engagement und vor allem die Altersunterschiede in der Gruppe, welche sonst oft keinen gemeinsamen Nenner finden. Doch uns ist es gelungen gemeinsam eine Gruppe zu gründen, wo jeder die gleichen Rechte hat und keiner wegen des Alters oder anderen Indikatoren ausgegrenzt wird. Für uns stehen Zusammenhalt, Verantwortung für jede_n und somit verbunden mit dem über sich selber hinauswachsen, Spaß und Vertrauen im Mittelpunkt.                                

 

Kinderrechte sind Menschenrechte

In Lauenburg leben minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung und junge Erwachsene. Es bestehen Kontakte zu Musiker_innen unter den Geflüchteten. Mit diesen Jugendlichen mache ich ein Konzept  ”Kulturelle Bildung” bestehend aus Singen, Zeichnen, Theater spielen auf Schattenbühne, Sprechen - Lesen - Sprechen! Eingesetzt werden Schattenspielszenen aus der Flucht (Zeichnungen)/ Spielszenen aus dem Kanon der EU Konvention der Kinderrechte. Erweitert wird das Singspielformat mit Liedern und Tänzen. Von Januar bis Juni traf man sich immer Sonntags im Haus der Begegnung.

 

Internationaler Liedertreff

Nachfolgeprojekt an "Kinderrechte sind Menschenrechte". Wir singen gemeinsam (Erwachsene, Jugendliche, Schulkinder) bekannte Lieder aus aller Welt, mit Schwerpunkt auf deutschen Texten – auch um die deutsche Sprache zu lernen. Wir singen uns unsere Lieder gegenseitig vor. In der Pause mit Kaffee und Früchtetee gibt es aktuelle Informationen zur Lage der Flüchtlinge. 

 

Internationale Jugendbegegnung

Der Lucia-Mädchenhor (8 bis 16 Jahre) aus Lettland gibt in der Vorweihnachtszeit Konzerte in Norddeutschland. In diesem Rahmen war ein Musik-Workshop mit Jugendlichen (10 bis 11 Jahre) geplant, Thema war die unterschiedliche Darstellung der Feier-Kulturen in der Weihnachtszeit in Deutschland bzw. Lettland. Die Jugendlichen wurden u.a. eingeführt in tradionelle lettische Musik und Tänze. Die Jugendbegegnung startete mit einem vierstündigem Workshop am 13.12.2017 mit den jungen Menschen. Angeleitet wurde der Workshop von Sängerin Janice Harrington und Sänger Dylan Vaughn. Es wurden lettische und deutsche Weihnachtslieder und Tänze geprobt und eingeübt. Zwischendurch setze man sich zusammen, um über lettische bzw. deutsche Weihnachtstraditionen zu sprechen. Die Jugendlichen berichteten dabei von eigenen Erfahrungen. Am 16.12.2017 traf sich die Gruppe ein zweites Mal. Anschließend traten die Jugendlichen im Rahmen des Konzerts von Janice Harrington und dem lettischen Chor mit den eingeübten Stücken auf. Knapp 300 Besucher_innen waren erstaunt über das in kurzer Zeot eingeübte Programm. Nach dem Konzert gingen alle noch gemeinsam als Abschluss über den Lauenburger Weihnachtsmakt. 

Das Ergebnis des Workshops wird Bestandteil eines Konzertes des Lucia-Mädchenchores in der Maria-Magdalenen-Kirche am 16.12.2017 sein. Für eine weitere Begegnung und zur Generalprobe treffen sich die lettischen und deutschen Kinder und Jugendlichen bereits vormittags zum Konzert. Nach dem Konzert ist ein gemeinsames Beisammensein der lettischen und deutschen Teilnehmenden angedacht, um über das gemeinsame Projekt noch einmal zu reflektieren. Geleitet und umgesetzt wird der Workshop von der US-Amerikanerin Janice Harrington, welche in zwei Übungsworkshops mit den Kindern und Jugendlichen zusammenkommt. 

                                                                                                                                             


 

"Drumcircle"

 

Projektträger

Förderverein Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg

Schulstraße 1

21481 Lauenburg/Elbe

foerderverei(at)albinus-gemeinschaftsschule.de

 

Zeitraum: Juli 2017

 

Im Rahmen des Konzeptes „Sozialtraining“ zur Förderung der Toleranz, des Miteinanders und der sozialen Kompetenzen wurde einmalig ein sog. „Drumcircle“ bzw. Schüler_innentrommelworkshop durchgeführt. Es konnten die „Schrotttrommler“ aus Lüneburg (LST) gewonnen werden, die auch das Material zur Verfügung stellten. In einem 2-Stündigen Workshop konnten jeweils bis zu 50 Schülerinnen und Schüler und ihre Klassenlehrkraft an dem Drumcircle teilnemen. Die Teilnemenden machten sich zunächst mit den Instrumenten vertraut und entwickeln unter Anleitung eine eigene Choreographie. Aus einem scheinbaren Durcheinander und den unterschiedlichsten Kräften der Klänge entwickelt die Gruppe unter Einbeziehung ALLER einen eigenen Rhytmus. So war das Ziel die Förderung des Miteinanders, gemeinsames Erleben der Kraft der Musik, aufeinander hören und Rücksicht nehmen.

 


 

"Eltern-TREFF" der Grundschule Lütau

 

Projektträger

Schulverein Lütau e.V.

Alte Salzstraße 48

21483 Lütau

Tel: 04153-55381

E-Mail: angela.harting(at)schule.landsh.de

 

Projektzeitraum: Januar bis Dezember 2017

 

Elternarbeit ist ein demokratisches Instrument, um den Lebensraum Schule für unsere Kinder nachhaltig mitzugestalten. Seit langem ist bekannt, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark vom Elternhaus abhängt. Das digitale Lebensumfeld läßt immer weniger Raum für einen direkten Austausch miteinander. An diesem Punkt setzt das Konzept ”Eltern-TREFF” an: Teilhabe und Selbstwirksamkeit durch Elternarbeit erfahrbar machen. Eltern – TREFF schafft Möglichkeiten zur Vernetzung – Raum für Eltern zum wechselseitigen Austausch - vom eigenen Interesse zum Miteinanderdenken und Weiterdenken, u.a. Kultur einer offenen Gemeinschaft pflegen - gemeinsame Werte vertreten - niemanden ausschließen.

Der Eltern-TREFF ist eine für alle Eltern offene Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Workshops und Möglichkeit zum Austausch sowie mit gemeinsamen Eltern-Kind-Treffen. Ausgangspunkt sind die Interessen und Themenwünschen der Elternschaft. Auch Eltern, deren Kinder zurzeit noch den Kindergarten besuchen, sind herzlich zum Austausch und zum Mitmachen eingeladen.

2017 fanden folgende Veranstaltungen statt:

- 22.2 2017: Elterngemeinschaft stärken - Dabei-sein für eine Perspektive 2017

- 17.3.2017: Eltern-Kind-Workshop zum Thema "Internet"

- 9.5.2017: Regeln/Grenzen/Konsequenzen

- 20.6.2017: Mein Kind schafft das!

- 16.9.2017: Eltern-Kind-Workshop in der Lehmwerkstatt Lütau: Wir bauen einen Lehmofen

- 11.10.2017: Gesprächsabend für Eltern zum Thema "Ich bin sooo ausgepowert. Wie der Familienalltag nachhaltig erleichtert werden kann"