BMFSFJ DL mitFoerderzusatz RZ  

 

 

Projekte 2018

Es wurden elf Projekte und fünf Mini-Projekte durchgeführt. 


 

"Der Kick - Theaterprojekt zu den Themen Rechtsextremismus und Zivilcourage"

 

Projektträger:

Theater Lauenburg UG

Projektzeitraum: Juni bis Dezember 2017

 

Das dokumentarische Theaterstück "Der Kick" analysiert begünstigende Faktoren für die Entstehung von Extremismus und verdeutlicht die Gefahr der Eigendynamik von Gewalt, wenn sie durch extremistische Ideologien gerechtfertigt wird. Das Stück "Der Kick" entstand als Interview und Recherchen, die der Dokumentarfilmer und Psychologe Andres Veiel gemeinsam mit der Dramaturgin Gesine Schmidt monatelang mit Tätern, Prozessbeteiligten, Angehörigen, Zeugen und Zeuginnen und Bewohner_innen des Dorfes Potzlow durchgeführte. Das intensive Theaterstück spiegelt authentisch soziale Ängste, Perspektivlosigkeit, Alkoholmissbrauch und Hilflosigkeit der Eltern wider. Ist Potzlow überall?

 

Neben zwei Vorstellungen fanden klassenweise mehrstündige Zivilcouragetrainings statt, in welchem die Teilnehmenden gecoacht wurden in Hinblick auf Verhaltensweisen in Situationen, in denen Zivilcourage angebracht ist. Wie kann ich helfen, wenn ein anderer Mensch Opfer von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung, Grenzverletzungen oder Gewalt wird, sich in einer Notlage befindet oder Gefeahr läuft sich selbst zu schädigen? Wie kann ich eingreifen, ohne mich zu gefährden? Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit unterschiedlichen Erscheinungsformen der oben genannten Phänomene und Notlagen, die sich im sozialen Umfeld oder im öffentlichen Raum ereignen können.

 


 

"Beat & Dance Lauenburg"

 

Projektträger:

Theater Lauenburg UG

Projektzeitraum: Juni bis September 2018

 

Im Verlauf des vergangenen Jahres erarbeiteten Jugendliche aus Lauenburg, Schwarzenbek und Umgebung eine Show, bei der sie in allen Bereichen beteiligt waren. Von der Planung über die Um-setzung der technischen Dimension bis hin zur künstlerischen und inhaltlichen Ausgestaltung produ-zierten die jungen Menschen eine professionelle Show mit künstlerischem Anspruch. Diese Show wurde nach ihrer Uraufführung in Schwarzenbek extra für Lauenburg neu arrangiert und zusammengestellt und hier am 22. September 2018 in der Heinrich-Osterwold-Halle aufgeführt.Dabei waren mehr als 50 Jugendliche aktiv beteiligt als Darsteller_innen, Sänger_innen, Tänzer_innen, Musiker_innen, Lichttechniker_innen...und, und, und ..., da die Jugendlichen selbst für ihr Programm, die Inhalte und die Umsetzung zuständig waren und diese maßgeblich bestimmt haben. Knapp über Hundert Gäste schauten sich die mehrstündige Abendshow in der Heinrich-Osterwold-Halle an, dazu kamen noch Familie, Freunde und Freundinnen der Beteiligten.

 


 

"Und das soll Liebe sein ? - Ausstellung ”Warnsignale” mit Eröffnungsveranstaltung"

 

Projektträger:

Hilfe für für Frauen in Not e.V.

Projektzeitraum: September 2018

 

Die Ausstellung ”Warnsignale” zu häuslicher Gewalt wurde am 7.09.2018 mit einer Lesung durch die Übersetzerin des Buches ”Und das soll Liebe sein ?” Edith Beleites (Autorin: R. Penfold) in der Jugendherberge Zündholzfabrik Lauenburg eröffnet . Es gab Zeit, sich die Ausstellung dort anzusehen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen: Was könnten ”Warnsignale” in partnerschaftlichen Beziehungen sein, die signalisieren, dass sich diese destruktiv entwickeln und in  häuslicher Gewalt enden könnten. Wo kann Hilfe und Unterstützung gefunden werden, wenn ich häusliche Gewalt erfahre.

 

Die Ausstellung wanderte nach 3 Tagen in das BeLaMi Quartiersentwicklung Lauenburg Mitte (10./11.09.), am 12.09. wurde sie im Tom-Stadtteiltreff Mooring (12./13.09.) aufgebaut und danach vom 14. bis 16.09.18 in der Stadtbücherei Lauenburg gezeigt.

 

Die Eröffnungsveranstaltung wurde von 20 Teilnehmer_innen besucht, die sich durch die Lesung und damit verbundenene Fragen angeregt in der gemeinsamen Diskussion wie auch in zahlreichen Einzelgesprächen an diesem Abend mit dem Thema häusliche Gewalt – Beziehungsdynamiken auseinandergesetzt haben. Ausgelegtes Informationsmaterial über Hilfsmöglichkeiten wurde von den Teilnehmer_innen mitgenommen, auch um es weiter zu verteilen.

 

An den anderen Standorten sind täglich mindestens 30 Personen durch die Ausstellung gegangen. Es zeigte sich dort, dass das Thema Häusliche Gewalt im direkten Kontakt noch immer stark tabuisiert wird und Abwehrreaktionen auslöst. Die Ausstellung gaB niederigschwellige Informationen mit, wo Besucher_innen Handlungs- und Hilfsmöglichkeiten bei häuslicher Gewalt finden können, so dass sie sie auch an Betroffene weitergeben oder selber Nutzer_innen werden können.

 


 

Filmische Dokumentation einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung in der Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg

 

Projektträger:

Theater Lauenburg UG

Projektzeitraum: Oktober 2018

 

Während einer sechstägigen deutsch-polnischen Jugendbegegnung kamen im Oktober 2018 vierzehn Jugendliche aus Lublin und Lauenburg/Elbe im Norden Berlins zusammen. Der dokumentarische Film begleitet die jungen Menschen während ihrer Teilnahme an einem mehrtägigen Seminar in der Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg. Er dokumentiert eindrücklich die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Opfern, Täter_innen und Zuschauer_innen der nationalsozialistischen Diktatur am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Die Teilnehmenden kommen in Interviews zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen und Gedanken. Die Jugendbegegnung wurde vom Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Lauenburg/Elbe initiiert und gemeinsam mit der Stadtjugendpflege der Stadt Lauenburg/Elbe und dem Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg in Kooperation mit dem polnischen Partner OHP aus Lublin durchgeführt.

 


 

"Internationale Kermes"

 

Projektträger:

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lauenburg

Projektzeitraum: Mai 2018

 

Die Türkische Gemeinde und die Evangelische Kirchengemeinde luden am 12.05.2018 zu einem interreligiösem Fest der Kulturen mit Erzähl-Café ein, welches ca. 120 Menschen besuchten. Auch wenn die gesamte Besucherzahl leicht unter den Erwartungen blieb, so konnte doch auf eine erfolgreiche internationale Kermes zurückgeblickt werden. Das Erzählcafé war die ganze Zeit besetzt. Die Jugendgruppen beider Partner haben im regen Austausch ihre Themen mit den Besucher_innen austauschen können. Ziel der Veranstaltung war und ist darüberhinaus die Fortführung und Etablierung eines Forums für interreligiösen Dialog in Lauenburg, welches nach der internationalen Kermes in regelmäßigen Abständen zu interreligiösen Diskussionsthemen auch weiterhin einladen wird. Der Arbeitskreis "Dialog" trifft sich regelmäßig zu interrreligiösen Themen, sowohl in der Moschee, als auch in den Räumen der Kirchengemeinde. Außerdem werden die Kooperationspartner_innen zu einem öffentlichen Dialogforum einladen: Das 1. Thema wird sein: Erde zu Erde - Umgang und Erfahrung mit der eigenen Endlichkeit - Ein muslimisch - christlicher Dialog über Tod und Sterben.

 


 

"TOLERANZTRAINING - Keine Chance für Diskriminierung, Mobbing, Rassismus & Co."

 

Projektträger:

Verein Miteinander leben e.V.

Projektzeitraum: Mai bis Dezember 2018

 

Das "TOLERANZTRAINING" wurde jeweils mit fünf zweitägigen Workshoptagen pro Klasse in der Albinus-Gemeinschaftsschule sowie mit drei zweitägigen Workshoptagen pro Klasse an der Gemeinschaftsschule Büchen von Referent Ercan Kök durchgeführt. Das Ziel war das Aufzeigen verschiedener Formen der Diskriminierung und wo sie im Alltag versteckt sind. Es wurde den Jugendlichen durch eine frühe Diskussionsrunde ermöglicht, den Schwerpunkt und Verlauf des Workshops mitzubestimmen. Ein wichtiger Punkt des Toleranztraining war die Auseinandersetzung mit Fragen wie: "Wo habe und wurde ich, auf welche Art - von Wem - diskriminiert?", "Was macht Diskriminierung mit dem Menschen?", "Wieso diskriminieren wir?", "Hat Toleranz Grenzen?". Die Jugendlichen wählten zwischen Positionierungsübungen, bei denen die Meinung des_der Einzelnen im Vordergrund steht; Gruppenübungen, welche die Erfahrungen des_der Einzelnen im Zusammenhang mit der Gruppe betrachten und somit aufzeigen, dass jede_r von der Thematik betroffen ist; Theaterszenen, jenen die Möglichkeit bieten die Thematik aufzugreifen und sie auf eigene Art kreativ darzustellen.

Das Toleranztraining hat sich im Jahresverlauf gut in den Gemeinschaftsschulen des Einzugsbereichs weiter etablieren können. Neben der Albinus-Gemeinschaftsschule in Lauenburg nutzt inszwischen auch die Gemeinschaftsschule Büchen das Angebot gerne und auch regelmäßig. So nahmen in den acht Einheiten über 170 Schüler_innen das Angebot wahr.

 


 

"Offenes Atelier - Einzelprojekte zum Jahresthema Stadttransformation"

 

Projektträger:

Künstlerhaus Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: April bis Dezember 2018

 

Das Offene Atelier des Künstlerhauses Lauenburg hat in Kooperation mit lokalen Akteuren Workshops in Lauenburg durchgeführt. Mittelpunkt der Workshops bildete die Beschäftigung mit der Identität des Ortes Lauenburg. Die Workshops boten die Möglichkeit, sich mit dem Medium der Fotografie der eigenen Stadt zu nähern und sich mit den sozialen, kulturellen und historischen Fragen des Ortes fotografisch auseinanderzusetzen. In der künstlerischen Untersuchung des Stadtraumes wurden die konträren und vielfältigen Seiten Lauenburgs herausgearbeitet.

 

Kooperationspartner waren der Ortsjugendring Lauenburg, die Albinus-Gemeinschaftsschule und das AWO Quartiersmanagement Lauenburg Mitte. Im Rahmen einer zweiwöchigen Ausstellung wurden Teile der Ergenisse im öffentlichen Raum der breiten Öffentlichkeit abschließend präsentiert. Zu sehen waren u.a. fotografische Werke der Jugendlichen, die ihre persönlichen Perspektiven auf ihre Heimatsatdt zum Ausdruck brachten. Zum Teil wurden Bilder verändert und Montagen erstellt, die eine mögliche Zukunft visualisierten. Wie verändert sich die Stadt? Wie sollte die Stadt aussehen, in der ich mich wohlfühle? Diese und andere Fragen beschäftigte die Jugendlichen in ihren Workshops.  

 


 

"Internationales Kinderfest"

 

Projektträger:

Ortsjugendring Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: September 2018

 

 

Lauenburger Organisationen, Bündnisse und Akteure der Kinder- und Jugendarbeit sowie aktive und qualifizierte Jugendliche veranstalteten gemeinsam zum fünften Mal in Folge ein großes Kinderfest im Stadtpark "Fürstengarten". Dabei wurden internationale Kinderspiele für Draußen angeboten und zahlreiche Mitmachaktionen durchgeführt. Das Fest fand am 02.09.2018 in der Zeit von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt, zu welchem in etwa 900 Menschen, darunter vor allem Kinder, Jugendliche und Familien kamen. Die Internationalität und Vielfalt der Lauenburger_innen stand dabei wieder im Mittelpunkt und spiegelte sich in den Besucher_innen wider.


Organisiert wurde das Fest in diesem Jahr neben dem Träger Ortsjugendring Lauenburg/ Elbe vom Arbeitskreis "Jugendarbeit" - bestehend aus Stadtjugendpflege, Jugendzentrum, Schulsozialarbeit, Straßensozialarbeit, Nachbarschaftstreff ToM, Ganztagsschulkoordination. - sowie weiteren Mitglie-dern des Begleitausschusses wie der Türkisch-Islamischen Gemeinde, der Türkische Elternverein, der lokalen Koordinierungs- und Fachstelle ”Demokratie leben!” sowie weiteren Netzwerkparter_innen wie dem AWO Ortsverband, dem AWO Ortsjugendwerk, dem FC Lauenburg.


Es wurden unterschiedliche Outdoor- und Bastelaktivitäten sowie Wettbewerbe angeboten, bei denen Kinder sich messen können, bei denen sie aber auch Außenaktivitäten erlernen können. Eltern kamen neben den Aktivitäten auf dem Rasen und auf Sitzgelegenheiten ins Gespräch. Alle Angebote waren kostenfrei. Getränke und Snacks konnten zu kleinen Unkostenbeiträgen erworben werden.  Erneut wurde wie bereits im Vorjahr auf die Verwendung von ökologisch-abbaubarem Geschirr und Besteck im Vorfeld geachtet. Im Sinne einer Vorreiter- und Vorbildfunktion sollen im Kleinen Nachhaltigkeit und Umweltschutz ins Bewusstsein gerückt werden.

 


 

"Präventions- und Deeskalationskurs für Jungs"

 

Projektträger:

Diakonisches Werk Herzogtum Lauenburg / Stadtteiltreff ToM

Projektzeitraum:März bis Dezember 2018


Mit offenen und interessenorientierten Angeboten wurde Jungs im Alter zwischen 12 und 15 Jahren die Möglichkeit geboten, Kontakte zu knüpfen, zu üben, sich mitzuteilen, anderen zuzuhören, Rücksicht zu nehmen und sich als Gruppe zu finden. Neben Spiel und Spaß stand vor allem die Entwicklung sozialer Kompetenzen im Vordergrund. Den Jungs sollte Gelegenheit geboten werden, sich gegenseitig kennenzulernen, Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Ebenso sollte das Einhalten von Regeln erlernt werden, sowie eigene Fähigkeiten entdeckt und erprobt werden. Durch die Gruppenbildung bestand die Möglichkeit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und sich als Gruppe zu identifizieren. Die Jungs erfuhren durch die regelmäßigen Treffen eine gegenseitige Wertschätzung, sodass das Selbstbewusstsein gestärkt werden konnte. Die angebotenen Aktionen wie Spieleabend, Grillen, Ausflüge Fußball, Billard, Kicker, Tischtennis, sowie Quatschen und Chillen fanden unter Beteiligung der Jungs statt und trugen insgesamt dazu bei, dass die Jungs sich auch außerhalb von Gruppentreffen in der Schule oder Freizeit verabredeten.

 


 

"Kultursalat 2018"

 

Projektträger:

Lauenburger Tafel e.V.

Projektzeitraum: Oktober 2018

 

Ziel der Veranstaltung war die Fortführung und die Verstetigung der Beziehungen und Begegnungen, die durch die bereits stattgefundenen Kultursalate 2015, 2016 und 2017 aufgebaut wurden.

 

Trotz eines ersten frühzeitigen Vorbereitungstreffens im Frühjahr stellte sich die Zusammenarbeit im Laufe des Sommers als herausfordernd heraus. In Rücksprache mit dem Kern des Orgateams wurde die Entscheidung getroffen, die Veranstaltung für 2018 in Teilen abzusagen. Stattdessen soll frühzeitig überlegt werden, wie ein Gelingen im kommenden Jahr herbeigeführt werden kann und wieder einen tollen, bunten gemeinsamen Tag zu feiern.

 

Ein zweiter, bereits geplanter Projektteil des Kultursalats wurde jedoch umgesetzt: die Zusammenarbeit mit der KinderKulturKarawane, welche bereits im Vorjahr mit einem Ensemble aus Südafrika mit tollen Akzenten und besonderen Begegnungen einen Beitrag leistete. Über die Netzwerkpartner Schulsozialarbeit der Weingartenschule, Jugendzentrum und den Türkischen Elternverein konnten 15 Kinder und Jugendliche motiviert werden an einem vierstündigen interaktiven Tanz- und Akrobatikworkshop teilzunehmen.

 

Der Workshop wurde von den jungen Menschen des Ensembles des Kigamboni Community Centres aus Dar es Salam durchgeführt. Dabei handelte es sich um ein achtköpfiges Team im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Der Workshop bot die besondere Chance durch die peer-to-peer-Ansprache, dass die Teilnehmenden sich sehr schnell in die Choreographien einfanden und gegenseitiges Vertrauen bei zum Teil atemberaubenden Akrobatikübungen fassten. Da die Workshopsprache (eine Mischung aus Englisch, Deutsch und Gestik) für alle eine kleine Herausforderung war, fühlten sich auch die Teilnehmenden, die z.B. die deutsche Sprache noch nicht so gut sprachen ebenfalls schnell wohl und wurden durch die besondere offene und zugewandte Art der jugendlichen Workshopleiter_innen schnell integriert. Eine gemeinsame Mittagspause sorgte zudem bei allen für eine gelockerte Stimmung.

 

Da die Gruppe aus Tansania bereits am Vorabend anreiste, wurde ein Begrüßungsabend im Jugendzentrum vorbereitet. Nach einem gemeinsamen Essen kamen die jungen Leute mit rund zwanzig Besucher_innen des Jugendzentrums in Kontakt. Sie spielten gemeinsam Tischtennis oder Dart, spielten sich ihre Lieblingsmusik bei Youtube vor oder unterhielten sich auf Englisch (oder mit Händen und Füßen). Die Stimmung war sehr heiter und alle fühlten sich sichtlich wohl. So konnte trotz der Absage des eigentlichen Kultursalats dennoch ein Akzent gesetzt und eine niedrigschwellige Möglichkeit zur interkulturellen Begegnung geschaffen werden.  

 


 

"Jugendleiterassistent_innenkurs"

 

Projektträger:

Ortsjugendring Lauenburg/Elbe e.V.

Projektzeitraum: Januar bis Dezember 2018

 

In den letzten Jahren hat der Ortsjugendring Jugendliche (ca. 130) zu Jugendleiterassistent_innen ausgebildet. Viele dieser Jugendleiterassistent_innen konnten erfolgreich in die ehrenamtliche Jugendarbeit (Vereine, Verbände, OJR) als Aktionsleiter_innen integriert werden. Kompetente Jugendliche übernehmen Verantwortung. Menschen aus diesen Kursen engagieren sich nachhaltig für ihren Lebensort Lauenburg. Auch an Toleranz-Projekten beteiligen sie sich in der Organisation vieler Aktionen oder beim Internationalen Kinderfest. Darauf aufbauend ausgebildete Jugendleiter_innen haben eine große Bereitschaft entwickelt Verantwortung zu übernehmen, sich zu beteiligen und anderen Jugendlichen und Kindern Angebote zu machen und ihren Lebensort mitzugestalten.


Die Jugendleiterassistent_innen, die den Ortsjugendring und andere Vereine schon länger unterstützen, will der Ortsjugendring auch weiterhin für die ehrenamtliche Arbeit ermutigen und eine Fortbildungs- bzw. Qualifizierungseinheit anbieten. Um allen Interessierten, egal welcher sozialer Herkunft, weiterhin eine Teilnahme zu ermöglichen, sind die Treffen kostenlos. 2018 wurde kein vollständiger Ausbildungskurs angeboten, jeodch eine eintägige Fortbildungseinheit.

 


 

"Mini-Projekte"

 

Projektträger:

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.

Projektzeitraum: Januar bis Dezember 2018

 

Im Rahmen der Umsetzung der „Partnerschaften für Demokratie“ wird Akteur_innen die Möglichkeit geboten kurzfristig und unbürokratisch mit Fördermitteln bis zu 500,- € z.B. auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können oder unkompliziert Kleinprojekte durchzuführen.

2018 wurden fünf Mini-Projekte bewilligt.

 

Quartiersfest
Das Quartiersfest 2018 hat als Nachbarschafts-/Stadtteilfest am 16.06.2018 auf dem Gelände des Wohn- und Servicezentrums der AWO sowie in der Begegnungsstätte BeLaMi stattgefunden. Es waren über 200 Gäste beim Quartiersfest. Das umfangreiche Programm sowie die Stände der AWO und der Netzwerkpartner wurden mit Interesse wahrgenommen. Die Flyer und Aushänge waren an-sprechend und animierten die Bürger_innen am Quartiersfest teilzunehmen. Es haben sich über 20 Bürger_innen aktiv an den Ständen und Aktionen mit eingebracht. Die Flyer und Presseartikel sowie die direkte Ansprache der Quartiersmanagerin führte zu einer regen Beteiligung der Bevölkerung.

 

Tag der Kulturen - gegen Rassismus
Aktionstag des AWO-Sozialkaufhauses Lauenburg: Interkulturelle Begegnung durch gemeinschaft-liches Agieren im Kochstudio, durch gemeinschaftliches Spielen und andere verbindende Aktionen wie etwa Musik hören oder singen. Es haben über 100 Personen den Tag der Kulturen gegen Rassismus besucht oder selbst aktiv teilgenommen. Der Wunschbaum der lokalen Koordinierungs- und Fachstelle, welche eingeladen war mit einer Aktion teilzunehmen, wurde sehr gut von den Gästen angenommen.Viele Gespräche über die unterschiedelichen Lebenswelten der Gäste sind dabei zu Stande gekommen. Verschiedene Materialien (Postkarten, Flyer, Buttons, Sticker u.a.) konnten verteilt werden. Das Regionale Beratungsteam gegen Rechts aus Lübeck war außerdem mit dabei und hatte kleine Methoden im Gepäck, um über Vorurteile und Stereotypen, Diskriminierung, rechte Sprüche etc. ins Gespräch zu kommen, zu sensibilisieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

 

Weltkindertag – Kinder brauchen Freiräume
Der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und versteht sich als Interessenvertreter von Kindern und Jugendlichen. Das Deutsche Kinderhilfswerk setzte in 2018 das Motto ”Kinder brauchen Freiräume”. Der Kreisjugendring arbeitete hierfür mit zwei Grundschulen im Kreisgebiet zusammen. Eine Grundschule ist in Mölln (Fördergebiet von Demokratie leben!: Kreis Herzogtum Lauenburg), eine Grundschule ist in Lütau (Fördergebiet von Demokratie leben!: Stadt Lauenburg/Elbe mit den Ämtern Büchen und Lütau). Aus diesem Grund wurde dieser Antrag an beide Fördergebiete gestellt.


Die Lehrkräfte der Schulen arbeiteten im Vorwege des Weltkindertages am 20.09. in ihren Klassen zu dem Thema Kinderrechte. Hierbei formulierten die Schüler_innen auch ihre Wünsche diesbezüglich auf Postkarten. Am Weltkindertag selbst stiegen alle Postkarten an Luftballons in die Luft  An der Veranstaltung nahmen Politik, Öffentlichkeit sowie die Elternschaft teil. Das Steigenlassen der Luftballons passierte unter Singen des Liedes ”99 Luftballons” von Nena mit angepasstem Liedtext in beiden Orten zeitgleich. Jens Pechel (1. Vorsitzender KJR) betonte ebenso wie Jennifer Rath (stellvertretende Vorsitzende KJR) in Lütau:”Junge Menschen haben ein Recht auf Freiräume, um sich entwickeln und die Welt entdecken zu können. Wir sind in der Verantwortung dafür einen Rahmen zu schaffen.”

 

Mit der Vereinsjugend nach Berlin
Die TG Lauenburg fuhr mit 11 Kindern und Jugendlichen für drei Tage nach Berlin, besuchte dort u.a. den Reichstag, das Brandenburger Tor, und erforschte die Hauptstadt, soweit der zeitliche Rahmen das zuließ. Zielgruppe des Projektes sind interessierte Kinder und Jugendliche des Vereins, unabhängig vom sozialen Status oder Nationalität. Dabei soll die Fahrt das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig fördern, Toleranz, Zusammenhalt und Verantwortung prägen, Teambildung stärken und vor allem Spaß zusammen machen - alles verbundenen mit dem allgemeinbildenden Nebeneffekt über unsere Hauptstadt.

 

Fun-Zeltlager
Mit dem Fun-Zeltlager wird Spaß mit der Aneignung demokratischer Fähigkeiten kombiniert. In einem Zeltlager über zwei Übernachtungen hinweg beteiligen sich die Kinder daran, wie sie sich beschäftigen wollen. Sie treffen gemeinsam Entscheidungen, üben, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen, rücksichtsvoll miteinander umzugehen und gemeinschaftlich getroffene Entscheidungen zu akzeptieren.